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Didaktik

Wie funktioniert Layered Teaching in der Praxis?

Layered Teaching ist ein didaktischer Ansatz, bei dem du eine Unterrichtsstunde mit einer Basisebene für alle und optionalen Vertiefungsebenen für diejenigen, die mehr bewältigen können, aufbaust. Eine Lösung für MBO-Niveaus 2-4 in derselben Klasse oder die HBO-Eingangs- vs. Hauptphase: keine drei Versionen einer Unterrichtsstunde vorbereiten, ein gemeinsamer Endpunkt. Dieser Artikel erklärt, wie du es in 7 Schritten anwendest, mit Fachbeispielen und Fallstricken.

Was ist Layered Teaching?

Layered Teaching = eine Unterrichtsstunde, mehrere Tiefenebenen. Alle Studierende:n beginnen auf der Basisebene (gemeinsames Minimum). Wer mehr bewältigen kann, öffnet eine Vertiefungsebene — im Klassenverband durch die Lehrkraft oder selbstständig in einem Lernpfad.

Es unterscheidet sich von der traditionellen Differenzierung, da du nicht drei Versionen einer Unterrichtsstunde vorbereitest. Es ist eine Unterrichtsstunde mit optionalen Erweiterungen, die du pro Konzept ein- oder ausschaltest. Dadurch ist die kognitive Belastung angemessen (Sweller) und das Scaffolding strukturell (Vygotsky).

7 Schritte, um eine Unterrichtsstunde in Layered Teaching umzuwandeln

  1. 1

    Formuliere ein Lernziel für die gesamte Klasse

    Beginne mit dem Mindestziel, das alle erreichen müssen — nicht nach Niveau differenziert, sondern ein gemeinsamer Endpunkt. Dies wird deine Basisebene.

  2. 2

    Schreibe zuerst die Basisebene

    Erarbeite die Unterrichtsstunde, als ob alle auf dem Basisniveau wären. Eine vollständige Unterrichtsstunde ohne Vertiefung. Fertig in 80 % der Zeit, die du normalerweise für ein einzelnes Niveau aufwendest.

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    Identifiziere 2 oder 3 Vertiefungsmöglichkeiten pro Folie

    Pro Konzept: Was ist eine logische Frage der nächsten Ebene? Ein komplexerer Fall, eine Ausnahme, eine konzeptuelle Verbindung. Nicht für jede Folie — nur dort, wo es natürlich passt.

  4. 4

    Schreibe die Vertiefungsebenen kurz

    Eine Vertiefungsebene ist keine zweite Unterrichtsstunde. 3-5 Sätze, ein Beispiel, eine Überprüfung. Ziel: schnell und optional.

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    Lege fest, wann Ebenen erscheinen

    Im Klassenverband: Du entscheidest als Lehrkraft — zum Beispiel „Wer möchte mehr wissen?". Oder selbstständig: Die Studierende:n klicken weiter, wann sie möchten. LectaMe unterstützt beides.

  6. 6

    Füge pro Ebene eine formative Überprüfung hinzu

    Eine Ebene ohne Überprüfung ist verlorene Information. Eine Umfrage oder Quizfrage pro Ebene zeigt Ihnen, wer es aufgegriffen hat und wer nicht.

  7. 7

    Teste mit 1 Klasse, bevor du es ausrollst

    Erste Unterrichtsstunde: nur du und eine Klasse. Frage hinterher: „Welche Ebene hast du geöffnet und warum?". Unter 20 % Vertiefung → die Vertiefung ist zu schwer. Über 70 % → die Basisebene ist zu leicht.

Fachbeispiel: Anatomie des Herzens (MBO-V Niveau 4)

  • Basisebene: vier Kammern, zwei Klappen, zwei Kreisläufe. Das weiß jeder.
  • Vertiefung 1: Was passiert bei kardialer Dekompensation? Pathophysiologische Logik.
  • Vertiefung 2: Wie interpretierst du eine EKG-Abweichung als Intensivpflegekraft?

Eine Unterrichtsstunde, drei aktivierte Niveaus. Die Studierende:n, die auf die Intensivstation wollen, sehen die Relevanz der Grundlagen, weil sie Vertiefung 2 öffnen können.

In LectaMe

LectaMe unterstützt Layered Teaching nativ: Jede Folie hat im Editor eine Schaltfläche “Vertiefung hinzufügen”. Während einer Live-Sitzung öffnest du Ebenen im Klassenverband; im Lernpfad-Modus klicken die Studierende:n selbstständig weiter.

Der KI-Generator von LectaMe fügt automatisch Vertiefungsebenen hinzu, wenn du im Prompt „mit Differenzierung für MBO-Niveau 2-4" oder Ähnliches angibst — schneller eine erste Version, danach die Endredaktion durch dich.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Layered Teaching und Differenzierung?+

Differenzierung ist die übergreifende didaktische Strategie, bei der du Inhalt, Prozess oder Produkt an die Studierende:n anpasst. Layered Teaching ist eine konkrete Form: eine Unterrichtsstunde mit mehreren Ebenen, keine separaten Versionen. Andere Formen der Differenzierung sind Niveaugruppen oder Wahlaufgaben. Layered Teaching lässt sich leichter skalieren, da du nicht mehrere Unterrichtsstunden vorbereitest.

Funktioniert Layered Teaching in jedem Alter?+

Das didaktische Prinzip (Basisebene + Vertiefung) funktioniert ab der Oberstufe der Grundschule und höher. In der Sekundarstufe I funktioniert es, im MBO und HBO funktioniert es ausgezeichnet. Für junge Kinder (Jahrgänge 1-5) ist die kognitive Anforderung „Klick weiter, wenn du mehr möchtest" oft zu abstrakt.

Wie viele Ebenen kann eine Folie maximal haben?+

In der Praxis: Basis + 1 oder 2 Vertiefungsebenen. Mehr als 3 Ebenen wird für die Lehrkraft unhandhabbar und für Studierende:n verwirrend. In LectaMe ist es technisch unbegrenzt, aber eine bewusste Begrenzung auf 2-3 Ebenen funktioniert besser.

Was tust du, wenn schnelle Studierende:n weiter wollen, während die Klasse noch bei den Grundlagen ist?+

Zwei Möglichkeiten. (1) Im Klassenverband bleiben und die schnellen Studierende:n bitten, eine offene Frage zur Umfrage hinzuzufügen. (2) Die schnellen Studierende:n die Vertiefungsebene auf dem eigenen Bildschirm öffnen lassen — LectaMe unterstützt sowohl das von der Lehrkraft als auch das von den Studierende:n gesteuerte Öffnen.

Ist Layered Teaching dasselbe wie personalisiertes Lernen?+

Nein. Personalisiertes Lernen (adaptives Lernen) passt Route und Tempo individuell auf Basis von Daten an — oft über Algorithmen. Layered Teaching hält die Gruppe auf der Basisebene zusammen und bietet einfach Vertiefung für diejenigen an, die wollen. Viel niedrigschwelliger, kein Algorithmus nötig.

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