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Anleitung

Ein Live-Quiz während deiner Präsentation erstellen

Ein gut aufgebautes Live-Quiz während deiner Präsentation steigert das Engagement der Studierenden, liefert formatives Feedback und macht Denkfehler sichtbar — alle drei innerhalb von 30 Sekunden pro Frage. Dieser Artikel beschreibt sechs Schritte, um in 10 Minuten ein starkes Quiz aufzubauen, mit Augenmerk auf den Fragetyp und die Fallstricke, die du vermeidest.

Warum ein Live-Quiz?

Ein Live-Quiz während einer Präsentation erledigt drei Dinge auf einmal: Es aktiviert alle Teilnehmer (nicht nur die, die sich melden), misst Verständnis formativ ohne Notendruck und macht Denkfehler sichtbar, sodass du sofort nachsteuern kannst. Drei Funktionen in einem Moment — effizienter als einzelne Umfragen oder offene Fragen.

6 Schritte zum Aufbau eines Live-Quiz

  1. 1

    Lege fest, was du messen willst

    Wissen (Faktencheck), Verständnis (Konzeptanwendung) oder Meinung (Meinungsabfrage)? Die Art der Messung bestimmt die Art der Frage. Zu oft wählen Lehrkräfte Multiple Choice für alles — oft nicht die beste Wahl.

  2. 2

    Wähle den richtigen Fragetyp

    Multiple Choice: Wissen + klare Antwort. Offene Frage: Verständnis + Reflexion. Wortwolke: Brainstorming + Stimmungsabfrage. Pin-the-Spot: visuelle Erkennung (Anatomie, Karten). Kombiniere sie für Abwechslung.

  3. 3

    Schreibe zuerst die Frage, dann die Antworten

    Eine gute Frage ist klar und konkret. Anfängerfehler: zuerst die Antworten ausdenken und die Frage darum herum bauen — das führt zu vagen Fragen. Frage zuerst: „Was will ich wirklich wissen?“.

  4. 4

    Mache falsche Antworten didaktisch relevant

    Bei Multiple Choice: Jede falsche Antwort sollte ein typischer Denkfehler sein. So wird das Quiz formativ — du erkennst schneller, wo Studierende hängen bleiben. Vermeide „offensichtlich falsche“ Antworten, die es unnötig leicht machen.

  5. 5

    Baue das Quiz im richtigen Moment ein

    Nicht nur am Ende. Plane eine Quizfrage pro 12-15 Minuten Unterrichtszeit. Direkt nach einem konzeptionellen Block: prüfe, ob es ankam. Am Ende: eine zusammenfassende Kontrolle.

  6. 6

    Gib sofortiges Feedback, keine Note

    Nach jeder Frage: eine kurze Erklärung, warum die richtige Antwort richtig ist. Manchmal auch, warum die typischen Fehler typisch sind. Keine Noten — die erzeugen Leistungsdruck statt Lernen.

Fragetypen und wann du welchen nutzt

Multiple Choice

Schnell, strukturiert, leicht zu moderieren. Am besten für Wissenschecks und Konzeptanwendung.

Offene Frage

Tiefere Reflexion, aber live schwerer zu moderieren. Am besten für 1-2 wichtige Momente pro Unterrichtsstunde.

Wortwolke

Schnelles Brainstorming oder Stimmungsabfrage. Am besten zu Beginn einer Unterrichtsstunde oder um zu erfassen, was die Gruppe schon weiß.

Pin-the-Spot

Visuelle Erkennung auf einem Bild. Am besten für Anatomie, Kartenlesen oder Schemafragen.

Rangfolge

Reihenfolge oder Priorität angeben. Am besten für Abläufe oder Abwägungsmomente.

Mehrfachauswahl

Mehrere richtige Antworten. Am besten für „welche davon passen zu …“-Fragen.

In LectaMe

LectaMe unterstützt alle oben genannten Fragetypen direkt in den Folien — kein Tool-Wechsel. Quiz Flow generiert KI-Quizfragen mit realistischen Denkfehlern als falsche Antworten. Live-Umfragen geben innerhalb von 30 Sekunden Einblick in die ganze Klasse; Sitzungsanalysen zeigen, welche Fragen am schwersten waren. Keine Noten-Bestenliste — bewusst didaktisch, nicht kompetitiv.

Häufig gestellte Fragen

Welche Fragetypen funktionieren am besten für formative Quizze?+

Für formative Zwecke werden Multiple Choice (schnell, strukturierbare Denkfehler) und Wortwolken (freie Assoziation ohne Konkurrenzdruck) am häufigsten genutzt. Offene Fragen eignen sich für tiefere Reflexion, sind aber live schwerer zu moderieren. Pin-the-Spot ist ideal für visuelle Fächer (Anatomie, Kartenlesen, Schemastrukturen).

Wie viele Quizfragen pro Unterrichtsstunde?+

Faustregel: eine Frage pro 12-15 Minuten Unterrichtszeit. Eine 60-minütige Unterrichtsstunde hat also 3-4 Quizfragen. Weniger als 2: zu wenige formative Momente. Mehr als 6: zu viele Unterbrechungen des Inhalts.

Funktionieren Quizze auch in großen Gruppen (über 100 Studierende)?+

Ja, besser als in kleinen Gruppen. In großen Gruppen kannst du nicht 100 Personen einzeln „fragen, wer es versteht“ — ein Live-Quiz gibt innerhalb von 30 Sekunden Einblick in die ganze Gruppe. Für über 100 Studierende funktionieren Multiple Choice und Wortwolken am besten; offene Fragen werden bei der Moderation unhandhabbar.

Was ist der Unterschied zwischen einem Live-Quiz in Kahoot und in LectaMe?+

Kahoot ist ein gamifiziertes Quiz-Tool mit Punkten, Tempo und Bestenlisten — stark bei Abschlüssen und energiegeladenen Momenten. Die Quizfunktion von LectaMe ist didaktisch und in die Folien integriert — keine separate App, die Frage erscheint im richtigen didaktischen Moment, Fokus auf Lernen statt Gewinnen. Beide funktionieren; unterschiedliches Ziel.

Wie verhinderst du, dass Studierende voneinander abschreiben?+

Drei Ansätze: (1) Ein schneller Timer — 30 Sekunden pro Frage, zu kurz zum Abschreiben. (2) Multiple Choice mit pro Gerät gemischter Antwortreihenfolge (LectaMe unterstützt das). (3) Ein Sozialvertrag — erkläre, dass das Quiz formativ ist, ohne Note, sodass Abschreiben nichts bringt. In der Praxis wirkt der dritte am stärksten.

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